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 Klassische Japanische Akupunktur (Meridiantherapie)


 

 

                                     

                  

 

 

Was kann ich mir unter Japanischer Akupunktur vorstellen, was sind die Unterschiede zur klassisch chinesischen Akupunktur ?

Die japanische Akupunktur fußt auf den Erkenntnissen und theoretischen Konzepten der klassisch chinesischen Akupunktur. Im frühen fünften Jahrhundert kam die Akupunktur gemeinsam mit weiterem kulturellem und technologischem Wissen vom chinesischen Festland nach Japan. In vielen Jahrhunderten entwickelte sich die japanische Akupunktur durch den Einfluss Chinas und Koreas, bis ein gewisser Sugiyama Waichi, ein blinder Akupunkteur, damit begann sehr dünne Akuptunkturnadeln mit einem Führungsröhrchen zu verwenden. Diese Art der Nadelführung setzte sich zunehmend durch. Nach dem Jahr 1868 wurde der westliche Einfluss auf Japan immer stärker, so dass auch innerhalb der Medizin, der Status der Akupunktur immer geringer wurde, kaum ein Arzt hatte Interesse an der alten Heilkunst. Akupunktur wurde in dieser Epoche hauptsächlich von Blinden ausgeführt, die neben der Akupunktur, auch die Kunst der Massage erlernen konnten. Dieser Einfluß war sehr bedeutend für die Art und Weise japanische Akupunktur zu praktizieren. Dem Tastsinn wurde somit ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. In der japanischen Akupunktur wird dem Ertasten von Akupunkturpunkten, sowie der daraus abgeleiteten diagnostischen Beurteilung ein hoher Stellenwert für die Therapie eingeräumt.

In den 1920er Jahren entwickelte ein gewisser Yanagiya, basierend auf den klassischen Werken der chinesichen Medizin, die Meridiantherapie. Die Meridiantherapie stand zu dieser Zeit im krassen Widerspruch zur herkömmlichen Richtung der Akupunktur, welche sich zunehmend an der westlich-modernen Physiologie orientierte. Diese klassische Akupunktur wurde von den Schülern Yanagiyas, Okabe und Inoue weiter verfeinert und in ein praktikables, in sich schlüssiges Behandlungssystem überführt, sie nannten es Meridiantherapie. Im Rahmen der Meridiantherapie erhielt, neben dem Abtasten der Akupunkturpunkte, die Pulsdiagnose einen zentralen Stellenwert, um die Behandlung zu leiten und dem Therapeuten aufzuzeigen, welche Akupunkturpunkte zu nutzen sind. Dr. Shudo Denmai nahm sich 1949 unter Meister Miura der Meridiantherapie an und praktiziert sie bis zum heutigen Tag. Er ist der Erfinder der SRT-Technik. Hier wird die Akupunkturnadeln nur wenige Millimeter in die Haut eingeführt und sehr schnell rotiert, um dann wieder entfernt zu werden.

Sein Meisterschüler Dr. Murata sowie sein langjähriger Schüler Stephen Brown sind meine Lehrer. 

Ein oft kombiniertes Behandlungsverfahren, das zusammen mit der Akupunktur oder auch getrennt für sich durchgeführt werden kann, ist die Moxibustion (näheres hier).

 

 

Wie oft muss ich zu den Akupunktursitzungen kommen ?

 

In der Regel hängt das davon ab, wie schnell Ihr Körper in der Lage ist die Akupunkturreize für sich zu nutzen. Bei akuten Erkrankungen ist mit einer recht schnellen Reaktion zu rechnen, bei chronischen Erkrankungen kann es länger dauern. Ich plane in der Regel erst einmal 6 bis 10 Akupunktursitzungen pro Behandlungsserie ein. Nach jeder Serie entscheide ich mit dem Patienten, ob noch therapeutischer Bedarf besteht bzw. die Behandlung für beendet erklärt ist.